Grabarten Feuerbestattung Erdbestattung Berlin

Steinmetze auf dem Friedhof fertigen Grabsteine selten selbst, sondern bestellen online.

Die passende Grabart und die richtige Grabstelle zu finden dürfte in Berlin nicht schwerfallen, denn 185 konfessionelle und landeseigene Friedhöfe stehen für Bestattungen verschiedener Bestattungsarten zur Verfügung. Gleichwohl evangelische und katholische Gemeinden auf ihren Kirchhöfen Bestattungen für Menschen ohne Religionszugehörigkeit ermöglichen, sind landeseigene Friedhöfe für Bestattungen der Religionen offen.

Vielfalt der Grabarten auf Berliner Friedhöfen

Ist die passende Bestattungsart Erdbestattung oder Feuerbestattung? Mit Wahlgrab oder Reihengrab entscheiden Sie sich für eine Grabstelle. Möchten Sie ein Grab selbst pflegen und individuell gestalten oder die Grabpflege durch die Friedhofsverwaltung veranlassen? Immer mehr pflegefreie Grabstellen und Bestattungen unter grüner Wiese prägen das Erscheinungsbild der Friedhöfe in Berlin.

Der Friedhof dokumentiert die Bestattungskultur der vergangenen 300 Jahre.

Das Wahlgrab, vor Wind geschützt oder sonnig, nahe der Kapelle oder in der Mitte vom Friedhof gelegen, ist in Absprache mit der Friedhofsverwaltung und dem Nutzungsberechtigten der Grabstelle wählbar, persönliche Vorlieben werden dabei berücksichtigt. Das Nutzungsrecht wird für 20 Jahre vergeben. Nachbeisetzungen sind möglich. Ein Erdwahlgrab ist beispielsweise mit einem Sarg und zwei Urnen belegbar. Die Wahlstelle ist die einzige Grabart, die nach Ablauf des Nutzungsrechtes verlängert werden kann. Wir beraten und begleiten Sie beim Finden Ihres Wunschgrabes auf allen Berliner Friedhöfen. Reihengräber gibt es sowohl für Urnenbeisetzungen als auch für Sargbestattungen. Vom Friedhof eingerichtete Grabfelder und Grabstellen werden der Reihe nach belegt. Nach Ablauf der Ruhefrist von 20 Jahren ist die Reihenstelle nicht verlängerbar. 

Wahlgrab Erdbestattung

Möchten Sie bereits zu Lebzeiten das Grab für Ihre letzte Ruhestätte aussuchen? Erd-Wahlstellen sind Grabstätten, deren Lage und Größe der Friedhof im Einvernehmen mit dem Nutzungsberechtigten der Grabstelle festlegt. Eine Erd-Wahlstelle kann als Einzelgrab mit einem Sarg und zwei Urnen, oder als Doppelgrab für zwei Särge und vier Urnen belegt werden. Das Nutzungsrecht gilt bei Erwerb für zunächst 20 Jahre, verlängert sich bei jeder Beisetzung kostenpflichtig und garantiert so auch der/dem zuletzt Bestatteten eine Ruhefrist von 20 Jahren. Danach ist das Nutzungsrecht einer Erd-Wahlstelle verlängerbar.

Nach der Beerdigung dauert es einige Monate, bis Grabeinfassung und Grabstein gesetzt werden.

Reihengrab Erdbestattung

Erdreihengräber werden der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhefrist überlassen. Eine Reservierung der Grabstelle ist nicht vorgesehen. Der Friedhof legt den Ort der Grabreihe fest. Das Nutzungsrecht ist auf 20 Jahre befristet. Nur ein Sarg kann beigesetzt werden. Eine Nachbeisetzung oder Verlängerung der Grabstätte ist nicht möglich, aber eine individuelle Gestaltung und Pflege.

Rasengrab

Das anonyme Rasengrab ist eine Grabart, welche sowohl Erdbestattung als auch Urnenbeisetzung ermöglicht. Umgangssprachlich auch grüne Wiese genannt, denn nach erfolgter Beisetzung wird auf der Gemeinschaftsgrabstätte Rasen gesät. Die einzelnen Grabstellen werden nicht gekennzeichnet. Gemeinschaftsgrabstätten werden ausschließlich vom Friedhof angelegt und gepflegt. Grabmäler dürfen nicht errichtet, Blumenschmuck und Grabdekoration nur an dafür vorgesehenen Erinnerungsstätten abgelegt werden. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist nicht möglich.  

Im Hintergrund der Begräbnisstelle erkennt man verschiedene Blumen.

Rasengrab mit Namensnennung

Das Wiesengrab für Erd- und Urnenbestattungen mit Namensnennung wird halbanonyme Bestattung genannt. Auf einem Grabstein (Liegestein oder stehender Stein, auch Stele oder Grabtafel) werden Namen eventuell auch Geburts- und Sterbedaten der/des Verstorbenen festgehalten.

Bestattung Berlin Friedrichshain, Friedhof Alt Stralau.

Urnen Wahlgrab

Wahlgrabstätten sind Grabstätten, deren Lage im Einvernehmen mit dem Friedhof und dem Erwerber festgelegt wird.

  • Nutzungsrecht wird bei der Erstbelegung für 20 Jahre vergeben
  • bei einer Nachbeisetzung muss die Grabstelle um so viele Jahre verlängert werden, dass auch für den letzten Beigesetzten eine Ruhefrist von 20 Jahren gewährleistet wird
  • kann nach Ablauf des Nutzungsrechtes verlängert werden
  • die Größe beträgt bei der Belegung mit 2 Urnen 0,70 m × 0,70 m
  • die Größe einer 4er Urnenstelle beträgt 1,00 m × 1,00 m
  • individuelle Gestaltung und Pflege möglich
Auf der Halbinsel Alt Stralau, Friedhof mit dem Gefühl einer Seebestattung.

Urnen-Reihengrab

Reihenstätten werden der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhefrist überlassen.

  • Nutzungsrecht 20 Jahre
  • nur eine Urne kann beigesetzt werden
  • keine Nachbeisetzung und Verlängerung der Grabstätte möglich
  • die Größe einer Urnenreihenstelle beträgt 0,50 m × 0,50 m
  • Individuelle Gestaltung und Pflege möglich

Urnen-Partnerstelle

In dafür vorgesehenen Abteilungen befinden sich Grabstätten für die Beisetzung von 2 Urnen oder 1 Sarg und 1 Urne, die durch die Friedhofsverwaltungen angelegt und gepflegt werden. Die Partnerstellen sind für Ehepaare interessant, weil sichergestellt wird, dass die Partner auf einer gemeinsamen Grabstelle bestattet werden:

  • Nutzungsrecht wird bei der Erstbelegung für 20 Jahre vergeben
  • Nachbeisetzung ist nur innerhalb der ersten 20 Jahre möglich, die Ruhefrist verlängert sich dann, so dass auch für den letzten Beigesetzten eine Ruhefrist von 20 Jahren gewährleistet wird
  • Partnerstelle kann nach Ablauf des Nutzungsrechtes nicht weiter verlängert werden
  • die Größe beträgt bei der Belegung mit 2 Urnen 0,70 m × 0,70 m
  • die Bepflanzung und die Pflege der Anlage erfolgt durch den Friedhof
  • der Grabstein ist obligatorisch und wird einheitlich vom Friedhof bestellt und beschriftet, kann aber abhängig vom Friedhof auch individuell ausfallen

Baumbestattung

Die steigende Nachfrage naturnaher Bestattungen hat die Berliner Friedhofsverwaltungen veranlaßt, die Grabarten auf Friedhöfen um die Baumbestattung zu erweitern. Der Beisetzung in einer Baumgrabstätte geht stets die Einäscherung im Krematorium voraus. Die Urne wird im Wurzelbereich des Baumes bestattet. Für die Beisetzungen wird in der Regel auf alte Baumbestände zurückgegriffen, es gibt auch Grabanlagen auf der die Neupflanzung eines jungen Baumes erfolgt.

  • Nutzungsrecht wird bei der Erstbelegung für 20 Jahre vergeben
  • Nachbeisetzung sind je nach Lage und Größe der Grabstätte wie bei Wahl- und Familiengrabstätten möglich, die Stelle verlängert sich dann, so dass auch für den letzten Beigesetzten eine Ruhefrist von 20 Jahren gewährleistet wird
  • die Pflege erfolgt durch die Friedhofsverwaltung
  • auf manchen Friedhöfen ist ein Grabstein (meist Liegestein) möglich, er wird einheitlich vom Friedhof bestellt und beschriftet
Wie ein Garten ist die Urnen-Gemeinschaftsanlage auf dem Friedhof Berlin Pankow angelegt.
Lichtwald Luisen-Kirchhof, sehr beliebt für die Bestattung Berlin Spandau
Urnenbestattung im Kolumbarium

Lange Zeit vor der Wiederentdeckung der Feuerbestattung mit der ersten Einäscherung im Krematorium Gotha, wurden altrömische Grabkammern als columbarium lat. Taubenschlag bezeichnet. In übereinander liegenden Nischen wurde die Asche der Verstorbenen in Tongefäßen beigesetzt. Im Kolumbarium ist das Urnenwandgrab eine pflegefreie Grabstätte und die einzige Grabart, bei der die Bestattung der Urne oberirdisch erfolgt. Die in die Wand eingelassenen Nischen können offen oder mit einer Grabplatte aus Granit, Marmor oder Glas geschlossen werden, auf denen Namen und Lebensdaten der Verstorbenen festgehalten sind. Die Wandgrabstätte wird für eine Urne, zwei Urnen und 4 Urnen angeboten. Diese Grabstellen sind nach Ablauf der Ruhefrist verlängerbar und eignen sich als Familiengrab.

Bestattung Berlin Charlottenburg; das Krematorium in Wilmersdorf ist zwar stillgelegt, das Kolumbarium jedoch nach wie vor sehr beliebt.
Grabpatenschaften

Viele historische Grabstätten auf Berliner Friedhöfen sind vom Verfall bedroht, da Nutzungsrechte abgelaufen sind. Mit Grabpatenschaften lassen sich Baudenkmäler als Zeitdokumente für nächste Generationen erhalten. Alle, Kunstliebhaber, Denkmalfreunde, Firmen und Vereine; Menschen die bereit sind, sich zu Lebzeiten Gedanken über ihre letzte Ruhestätte zu machen, werden angesprochen. Nutzungsbedingungen und Kosten für eine Grabpatenschaft sind so individuell wie deren Gestaltung. So übernehmen Paten die Restaurierung und Sicherung des historischen Bestands der Grabstellen und erlangen dadurch auch einen Nutzungsanspruch im Bestattungsfall. Ausführliche Informationen erhalten Sie von der zuständigen Friedhofsverwaltung. 

Patenschaften bringen finanzieren Erhaltung und Restauration schöner Grabsteine
berühmtes Grab in Berlin Weißensee, Blattgold wurde für dieses Mosaik kunstvoll verarbeitet

Friedhofsgebühren der Grabarten in Berlin

GrabartLandeseigener FriedhofEvangelischer FriedhofKatholischer Friedhof
Erdwahlgrab1.016 €ab 2400 €ab 1528 €
Erdreihengrab939 €ab 1690 €Efeuhügel 1035 €
Erdgemeinschaft1.962 €ab 1600 €Wiese mit Grabplatte 1572 €
Urnenwahlgrab829 €ab 980 €1025 €
Urnenreihengrab789 €ab 750 €571 €
Urnengemeinschaft863 €ab 900 €571 €