
Baumbestattung Berlin
Baumbestattungen oder Waldbestattungen im FriedWald sind wie Seebestattungen, alternative Bestattungsformen zur Feuerbestattung auf Friedhöfen. Die Bestattungsart im Wald symbolisiert Leben, das sich im Wechsel der Jahreszeiten am Baumgrab widerspiegelt.

Hier ist es voll Blüten und Gezwitscher. Der Wald ist mir viel, ob er auch nur ein strenger märkischer Kiefernwald ist.
Christian Morgenstern, Birkenwerder, 1906

+49(30) 98555609
Was ist eine Baumbestattung?
Baumbestattungen sind eine Form der Naturbestattung und eine moderne Variante der Feuerbestattung. Sowohl städtische Friedhöfe als auch der FriedWald und der Bestattungswald bieten Baumbestattungen als naturnahe Alternative zu Reihengrab und Wahlgrab an, sodass Angehörige eine würdevolle und zugleich umweltfreundliche Grabart wählen können. Dabei wird die Asche des Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen direkt an den Wurzeln von Bäumen beigesetzt. Diese Bio-Urnen zersetzen sich nach und nach, meist innerhalb weniger Jahre, vollständig, wobei die Totenasche über das Element Erde in den natürlichen Lebenszyklus zurückkehrt.

Baumbestattung auf dem Friedhof
Baumgrabfelder sind Grabstätten, die sich sowohl an neu gepflanzten als auch an bestehenden Einzelbäumen innerhalb von Baumgruppen befinden. Dabei werden Lage, Größe sowie Anzahl der Grabstellen in Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung festgelegt. Das Nutzungsrecht beträgt zunächst 20 Jahre, kann jedoch verlängert werden. Grabzeichen mit Namen und Geburts- und Sterbedatum variieren je nachdem, welches Gestaltungskonzept gewählt wird. Unter der Krone einer großen Eiche auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg bilden kreisförmig angeordnete Granitstelen eine naturnahe Urnengrabstätte – einen Ort der Ruhe und stillen Zwiesprache, an dem Hinterbliebene außerdem gerne Zeit mit ihren Verstorbenen verbringen. Die Pflege übernehmen Gärtner der Friedhofsverwaltung. Kostengünstige Bestattungen, pflegefreie Grabstellen, Nähe zum Wohnort sowie gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sind Gründe, sich für eine Baumbestattung auf einem Friedhof zu entscheiden.
Natur und Nachhaltigkeit entsprechend, bietet der Heidefriedhof Mariendorf seit Mai 2022 Baumbestattungen am Ginkgo ohne Urne. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung.

Seit der Pandemie schätzen wir einfache Freuden des Lebens mehr denn je; wir sehnen uns danach, Natur, Freiheit sowie die Mystik unserer Umgebung neu zu entdecken. Viele entdecken außerdem die Baumbestattung als zeitgemäße Form der Bestattung.
Nach der Einäscherung im Krematorium wird anschließend in einer biologisch abbaubaren Schmuckurne beigesetzt. Zur Entwicklung neuer Herstellungsverfahren wird zunehmend das Fachwissen von Hochschulen genutzt. Dabei entstehen mit 3D-Drucktechnologie aus natürlichen Materialien Urnen, deren Design und Form von Geburts- und Sterbedatum sowie persönlichen Merkmalen geprägt sind und somit Individualität ermöglichen.

Baumbestattung im Bestattungswald
Der Wald ist ein Ort, an dem Menschen schon zu Lebzeiten Ruhe und Erholung suchen, sowohl vor Hektik und auch Lärm der Stadt entfliehen, sich frei bewegen, Ruhe spüren. Ob Eiche, Birke, Ahorn, Buche, Familien- oder Gemeinschaftsbaum – die Wahl des Grabbaums ist vielfältig. Mit der Baumsuche und Informationen zu Waldbestattung Kosten wird der Spaziergang zum eigenen Grab Wirklichkeit, wenn Sie den Baum Ihrer Wahl als Ruhestätte wählen. Försterinnen und Förster beraten Sie bei der FriedWald Baumsuche, informieren über die Ruhefrist der Grabstätte und begleiten Trauerfeiern sowie Beisetzungen im Bestattungswald. Natur und Wandel schmücken das Baumgrab, denn individuelle Grabgestaltung ist nicht möglich. Waldbau wird im Biotop naturnah betrieben, vom Baum gefallene Äste und Baumstämme bleiben weitgehend liegen, solange keine Gefahr für Besucher besteht.
Unterschied Baumbestattung-Waldbestattung
- Baumbestattungen auf Friedhöfen teilweise auch als Erdbestattung möglich
- Friedhofskapelle steht indes für eine Trauerfeier nur 30 Minuten zu Verfügung
- Baumbestattungen im Bestattungswald, FriedWald oder Ruheforst sind hingegen ausschließlich Urnenbeisetzungen an der Baumwurzel
- Dauer der Zeremonie einer Baumbestattung im Wald ist dabei selbst bestimmbar
- Auf Wunsch pflanzt die Oase der Ewigkeit GmbH, einen persönlichen Baum in den Schweizer Bergen. Mit einer Ruhestätte an einem Berg-Ahorn, bleiben Familien somit über das Leben hinaus vereint. Beisetzungen in der Oase der Ewigkeit erfolgen dabei ohne Urnengefäß, pur wird die Asche der Erde übergeben.
FriedWald RuheForst
Die Baumbestattung ermöglicht es, den Wald als Lebensraum und Ruhestätte zu nutzen – ein gemeinsames Ziel von FriedWald und RuheForst. Das Ruhebiotop im RuheForst umfasst dabei alle Orte des Waldes mit einer Ruhezeit von 99 Jahren. Im FriedWald sind die Baumgräber stets an den Wurzeln des Baumes gelegen und durch eine Namenstafel gekennzeichnet. Während ein Grabstein auf dem Friedhof symbolisch als Ort der Erinnerung dient, bieten im FriedWald die Namenstafel und die Bestattung am Baum einen persönlichen Bezugspunkt zur Trauerbewältigung. Mit der Wahl eines Basisplatzes (vom Förster zugewiesen) oder eines Gemeinschaftsbaums (markiert durch ein gelbes Band) können durch kürzere Nutzungszeiten (Ruhefrist 15 Jahre) die Beerdigungskosten im FriedWald somit günstiger gestaltet werden.
Welche Friedhöfe in Berlin bieten Baumbestattungen?
- Landeseigener Friedhof Koppelweg
- Landeseigener Friedhof in den Kisseln
- Landeseigener Friedhof Baumschulenweg
- Landeseigener Friedhof Pankow XII
- Landeseigener Friedhof Ruhleben
- Landeseigener Zentralfriedhof Friedrichsfelde
- Landeseigener Friedhof Heiligensee, anonyme Beisetzung am Baum, 20 Jahre Ruhezeit Urnengrab 900 €
- Evangelischer Friedhof Nordend Bereich Gethsemane
- Evangelischer Friedhof Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof
- Evangelischer Friedhof Luisenkirchhof III Fürstenbrunner Weg
- Evangelischer Auferstehungsfriedhof Indira-Gandhi-Straße
- Evangelischer Friedhof Alter St.-Matthäus-Kirchhof Großgörschenstraße
- Evangelischer Friedhof Waldfriedhof Seelensdorf Burghof
- Heidefriedhof Mariendorf, Platz in Baum-Aschengemeinschaft 726 €

Was kostet die Baumbestattung in Berlin
- Grabstätte als Wahlstelle, 20 Jahre, 70 x 70 cm, 2 Urnen 600 €
- Entgegennahme, Aufbewahrung der Urne, Gruft, Urnenträger 171 €
- Aufbahrung der Urne in der Friedhofskapelle 146 €
- Organist spielt die Orgel zur Trauerfeier 46 €
- Lichtzeichen/Grabzeichen, Inschrift mit Namen, Lebensdaten 136 €
- Herrichtung je Beisetzung 96 €
- Grabpflege für 20 Jahre 140 €
Baumbestattungen im FriedWald
FriedWald-Gründer Ueli Sauter eröffnete 1993 den ersten FriedWald in Mammern Thurgau in der Schweiz. Der FriedWald Summt, im Norden Berlins, am Summter See gelegen, ist außerdem einer von 79 FriedWäldern in Deutschland. 99 Jahre pachtet FriedWald Waldflächen von der entsprechenden Gemeinde, zwischen 2017 und 2101, sind dort naturnahe Bestattungen unter Bäumen möglich, 15 Jahre vor Ablauf des Pachtvertrags wird jedoch nicht mehr bestattet.
Das Erlebnis Wald im Naturpark Barnim und FriedWald Bernau ist ein Waldspaziergang inmitten hoher Buchen zu allen 4 Jahreszeiten Balsam für die Seele. In der Nähe vom FriedWald Bernau lädt Natur und Idylle rund um Liepnitzsee und Umgebung ein, zu Erholung, Entspannung und Ruhe im Wald. Naturbestatter sorgen mit Bio Urne und Baumgrab für ökologische Bestattung im Kreislauf des Lebens.
In Bestattungsvorsorge zur Baumbestattung vereinbaren Sie einen Termin für eine Waldführung mit dem FriedWaldförster. Blaue Bänder und gelbe Bänder markieren Familienbäume oder frei Plätze an Bestattungsbäumen. Mit dem Grabvertrag erhält der Käufer alle Details zu Lage und Art der Grabstelle. Das bis zu 99-jährige Nutzungsrecht am erwählten Baum wird in einem Baumregister, ähnlich dem Grabregister traditioneller Friedhöfe, fixiert. Der kostengünstige Basisplatz ist eine Einzelruhestätte für 490 € mit einer Laufzeit von 15-30 Jahren, an einem vom Förster gewählten Baum.
Die FriedWald Namenstafel besteht aus eloxiertem, braunen Aluminium mit weißer Schrift. Pro Baum befestigt der FriedWald nur eine Namenstafel, ihre Größe richtet sich nach der Zahl der beigesetzten Personen. Für die Inschrift steht auf Wunsch pro Urnenbestattung eine Zeile mit dem Vor- und Zunamen und den Lebensdaten zur Verfügung.

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Wie ist der Ablauf einer Baumbestattung im FriedWald?
Nach Überführung Verstorbener und Einäscherung versendet das Krematorium im Auftrag des Bestattungsunternehmens die biologisch abbaubare FriedWald-Urne an den FriedWald des Beisetzungsortes, andernfalls bringt der Bestatter Aschekapsel und Urne zum Bestattungstermin mit. Am Parkplatz für FriedWald Besucher empfängt der Förster die Trauergesellschaft und bespricht den Ablauf der Zeremonie im Wald. Danach begleitet die Trauernden zum Andachtsplatz. Der Weg ist rollatorfähig angelegt.
Die Andachtsstätte variiert von FriedWald zu FriedWald: ein Ort im Herzen des Begräbniswaldes unter schützenden Baumkronen, ausgestattet mit Holzbänken und einer Urnenstele; eine hölzerne Schutzhütte, die an kalten Wintertagen vom Förster mit einer Feuerstelle beheizt wird; oder ein Findling auf einer Wiese, der als feierlicher Aufbahrungsplatz für die Urne dient. Die Aufgaben des FriedWald-Försters ähneln denen auf einem Friedhof: Er hebt das Baumgrab aus, bereitet die Urnenstelle vor und verschließt das Grab nach der Beisetzung.
Als Bestatterin betreue ich die Familie auch nach der Urnenüberführung an FriedWald. Dabei begleite ich Trauergäste zur Beisetzung, gebe Anregungen für die Gestaltung der Zeremonie und finde die richtigen Worte für eine schöne Trauerrede.



Ob weltlicher Trauerredner, Pfarrerin oder persönliche Worte, ist zeremoniell nicht vorgegeben. Individuelles, eigene Gedanken oder Musizieren schaffen einen würdevollen Rahmen und bleiben allen Trauernden in besonderer Erinnerung. Die FriedWald-Försterin geleitet die Trauergesellschaft vom Andachtsplatz zum festlich geschmückten Baumgrab, das mit frisch geschnittenen Zweigen geschmückt und einer Baumscheibe bedeckt ist. Angehörige entscheiden selbst, wer im Trauerzug die Urne zum Baumgrab trägt; Verwandte, Freunde Förster oder jeder ein Stück des Weges.


Was kostet die Baumbestattung im FriedWald?
- Beisetzungskosten pro Bestattung: 450 €
- Familienbaum (Familie und Freunde), blaues Band: 2500 bis 7000 €, ab dem dritten Grabplatz Kosten 300 € pro Baumbestattung
- Einzelruhestätte Baumauswahl (Gemeinschaftsbaum), gelbes Band: 770 bis 1200 €
- Einzelruhestätte Baum nicht selbst wählbar: 590 €
- Sternenkinder; Sternschnuppenbaum: kostenfrei, zzgl. 450 € Beisetzungskosten

FriedWald bei Berlin – RuheForst in Brandenburg
- FriedWald Mühlenbecker Land, Nordufer Summter See
- FriedWald Bernau, Buchenwald bei Wandlitz
- FriedWald Fürstenwalde
- FriedWald Nuthetal-Parforceheide
- RuheForst Nauen
- RuheForst Strausberg
- RuheForst Eberswalde
Tree of Life Bestattung im eigenen Garten
Mit der Tree of Life Baumbestattung lässt sich gemäß dem Bestattungsgesetz in Deutschland nach Einäscherung und Urnenüberführung ins Ausland (Schweiz, Tschechische Republik, Niederlande) der Friedhofszwang umgehen. Die Bestattung erfolgt am Baum, dabei verbindet sich gute Gartenerde mit der Asche des Verstorbenen und verwandelt sich nach und nach in eine vitale Pflanzenerde. Nach 9 bis 12 Monaten Baumschule ist der junge Erinnerungsbaum herangewachsen und wird dem Bestatter übergeben. Die Tree of Life Baumbestattung im eigenen Garten ermöglicht ein persönliches Gedenken an Verstorbene, mitten im Leben ihrer Liebsten. Tree of Life – Baum des Lebens: zur Auswahl stehen Japanische Blütenkirsche, Kupfer-Felsenbirne, Eiche, Rotbuche, Magnolie, Ginkgo, Birke, Ahorn und Platane. Der Standort sollte sorgfältig unter Berücksichtigung der Baumart und des Wachstums gewählt werden. Alternativ kann der Tree of Life Lebensgarten zur Pflanzung genutzt werden, wo der Erinnerungsbaum Teil einer Parkanlage für trauernde Angehörige wird.
Zwischen Schneeglöckchen und Narzissen ruht der Altbauer – wo er geboren wurde und wo er aufgewachsen war und wo seine Vorfahren schon seit dem Jahre 1540 eine Hofstelle hatten.
Bei wem beantrage ich eine Grab-Umbettung?
Ein Rechtsanspruch auf Grabumbettung besteht nicht und ist nur mit Einverständnis der jeweiligen Friedhofsverwaltung zulässig. Der formlose, schriftliche Antrag an die zuständige Friedhofsverwaltung des derzeitigen Bestattungsortes, erklärt den Wunsch der Umbettung und wohin umgebettet werden soll. Jede Grabumbettung benötigt ein Bestattungsunternehmen, das bei Erlangung von Genehmigungen durch Ordnungsamt, Gesundheitsamt (Erdbestattungen) und Friedhofsverwaltung sowie der Erledigung notwendiger Formalitäten hilft. Januar Bestattungen realisiert Grabumbettungen vor und nach Ablauf der gesetzlichen Ruhezeiten. Nach der Exhumierung wird die Asche in eine Bio-Urne gefüllt und naturnah bestattet.
Ursprünge der Baumbestattung
Der Gottheit näher zu sein und um den Erdboden für ein Grab nicht frevelhaft aufzubrechen, wurde bei den asiatischen Viehnomaden der Leichnam oberhalb der Erdoberfläche, in einer Baumkrone, Felsen oder Holzgestell beigesetzt. Bei den mongolischen Lamas galt es als gutes Zeichen wenn Raubvögel und wilde Tiere die Leiche schnell auffraßen, langsame Verwesung galt als schlechtes Zeichen. Schädel und Knochen wurden an geeigneten Stätten deponiert oder auf die Wanderungen mitgenommen (Schädelkult, Ahnenkult). Schon aus prähistorischer Zeit stammen Funde einzelner Knochen, die solche Teilbestattungen vermuten lassen. Die besondere Verbindung zu Bäumen teilten viele Völker, nicht nur im indogermanischen Raum. Waldbestattung heute, ist vor allem Urnenbestattung der Asche von Verstorbenen nahe der Wurzeln eines Baumes im FriedWald oder RuheForst.
FriedWald, RuheForst und einige Friedhöfe ermöglichen Baumbestattungen. Ewige Ruhe in der Natur garantiert einen schönen Ort der Erinnerung ohne Kosten für Grabpflege.
Feuerbestattung komplett mit Beisetzung der Urne im Wald, ist schon ab 3700 € zu haben. Konkretes Angebot hilft jedoch unterschiedliche Bestattungsmöglichkeiten zu vergleichen.
Nein, denn jedes Grab am Baum wird von der Försterin vor der Urnenbeisetzung geografisch zugeordnet.